Naturnahe 3D-Kulisse für Reptilien
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Terrarium Rückwand selber bauen

Dieser Artikel wird Ihnen präsentiert von Immobilienmakler Wiesbaden

Eine beeindruckende Terrarium Rückwand ist mehr als nur ein dekoratives Element – sie bildet das Herzstück eines naturnahen Lebensraums für Reptilien. Die richtige Gestaltung schafft nicht nur eine optisch ansprechende Umgebung, sondern bietet deinen Terrarienbewohnern wie Bartagamen, Geckos oder Chamäleons auch wichtige Kletter- und Versteckmöglichkeiten. In diesem Artikel erfährst du, wie du mit einfachen Mitteln eine naturgetreue 3D-Rückwand selber gestalten kannst, die das Wohlbefinden deiner Tiere fördert und dein Terrarium zum echten Hingucker macht.

Warum eine selbstgemachte Terrarium Rückwand?

Fertige Rückwände aus dem Fachhandel sind praktisch, können aber teuer sein und entsprechen nicht immer den individuellen Anforderungen an Größe und Gestaltung. Eine selbst gestaltete Rückwand bietet entscheidende Vorteile:

Die selbstgebaute Rückwand lässt sich exakt auf die Bedürfnisse deiner Reptilienart anpassen. Kletternde Arten wie Geckos profitieren von strukturreichen Oberflächen und Greifelementen, während Wüstenbewohner wie Bartagamen eher flachere Sonnenplätze benötigen. Auch das Raumklima im Terrarium kann durch die Wahl der richtigen Materialien positiv beeinflusst werden. Einige Materialien speichern Wärme und geben sie langsam ab – ideal für Wüstenarten. Andere halten Feuchtigkeit und unterstützen so ein tropisches Klima für Regenwaldarten.

Nicht zu unterschätzen ist auch der kreative Aspekt: Das Gestalten einer Terrarium Rückwand ist ein spannendes Projekt, bei dem du deiner Kreativität freien Lauf lassen kannst. Die Freude am selbst erschaffenen Lebensraum für deine Tiere ist unbezahlbar!

Materialien für deine DIY Terrarium Rückwand

Die Wahl der Materialien ist entscheidend für das Gelingen deiner Rückwand. Hier sind die wichtigsten Komponenten:

Grundmaterialien für die Terrarium Rückwand

Als Basis für deine Rückwand eignet sich besonders Styropor. Es ist leicht, kostengünstig und lässt sich problemlos in Form schneiden. Alternativ kannst du auch zu Styrodur greifen, das dichter und stabiler ist. Für eine besonders langlebige Rückwand empfehle ich eine Kombination: Styropor für die Grundstruktur und Volumenelemente, Styrodur für die stärker beanspruchten Bereiche wie Kletterflächen.

Zur Fixierung und Versiegelung ist Aquariensilikon unverzichtbar. Achte unbedingt darauf, dass es sich um spezielles Silikon für Terrarien handelt, das nach dem Aushärten keine giftigen Stoffe freisetzt. Herkömmliches Bausilikon enthält oft fungizide Zusätze, die für deine Reptilien tödlich sein können.

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Materialien für die Beschichtung

Für die Oberflächengestaltung hast du verschiedene Möglichkeiten. Eine bewährte Methode ist die Beschichtung mit einer Mischung aus Acrylspachtel und Kokosfasern. Diese Kombination ergibt eine robuste, natürlich aussehende Oberfläche. Alternativ können auch Torf oder Sand verwendet werden, je nach gewünschtem Erscheinungsbild.

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Zur farblichen Gestaltung empfehle ich ungiftige Acrylfarben. Diese können entweder direkt unter die Spachtelmasse gemischt oder nach dem Trocknen aufgetragen werden. Mit verschiedenen Erdtönen erzielst du einen natürlichen Look.

Schritt-für-Schritt Anleitung: Terrarium Rückwand selber bauen

Mit etwas Geduld und handwerklichem Geschick kannst du eine professionell wirkende Terrarium Rückwand kreieren. Hier erfährst du, wie du Schritt für Schritt vorgehen solltest:

1. Planung und Vorbereitung

Bevor du mit dem Bau beginnst, solltest du dir über das gewünschte Design im Klaren sein. Skizziere deine Ideen auf Papier und überlege, welche Elemente du einbauen möchtest. Besonders wichtig ist dabei die Berücksichtigung der natürlichen Lebensräume deiner Reptilien. Für Bartagamen könntest du beispielsweise Felsplateaus und sonnige Liegeflächen vorsehen, während für Geckos vertikale Strukturen und Verstecke sinnvoll sind.

Miss die Rückseite deines Terrariums genau aus und schneide die Styropor- oder Styrodurplatten entsprechend zu. Plane dabei etwa 5mm weniger an allen Seiten ein, um später Platz für das Silikon zu lassen. Wenn dein Terrarium bereits eingerichtet ist, solltest du die Tiere während der Bauphase in ein geeignetes Ausweichterrarium umsetzen.

2. Formgebung der Terrarium Rückwand

Jetzt beginnt der kreative Teil: Mit einem scharfen Cuttermesser oder besser noch einem elektrischen Styroporschneider formst du die Grundplatte nach deinen Vorstellungen. Schneide Nischen, Vorsprünge und Ebenen ein, die deinen Tieren als Kletter- und Ruhemöglichkeiten dienen. Mit einer groben Feile oder dem Messerrücken kannst du zusätzlich eine natürliche Felsenstruktur schaffen, indem du die Oberfläche aufrauhst.

Bei mehrschichtigen Rückwänden klebst du nun zusätzliche Styroporplatten mit Silikon auf die Grundplatte, um eine dreidimensionale Struktur zu erzeugen. Drücke die Teile gut an und fixiere sie gegebenenfalls mit Zahnstochern, bis das Silikon ausgehärtet ist. Denke daran, dass für Bartagamen eher horizontale Flächen und für Geckos vertikale Strukturen wichtig sind.

3. Beschichten der Rückwand

Nachdem die Grundform steht und das Silikon vollständig ausgehärtet ist, folgt die Beschichtung. Mische dazu Acrylspachtel mit Kokosfasern oder Sand zu einer streichfähigen Masse. Trage diese mit einem Spachtel oder einer alten Zahnbürste auf die gesamte Rückwand auf. Achte darauf, dass keine weißen Styroporstellen mehr zu sehen sind, da diese nicht nur unnatürlich wirken, sondern von manchen Reptilien auch angeknabbert werden könnten.

Für eine realistische Optik kannst du verschiedene Texturen auf unterschiedlichen Bereichen der Rückwand erzeugen. Tupfe mit einem Schwamm auf die noch feuchte Masse, um eine poröse Felsstruktur zu imitieren, oder ziehe mit einer Gabel feine Linien für eine verwitterte Optik.

Lass die erste Schicht gut trocknen – dies kann je nach Dicke und Luftfeuchtigkeit 24-48 Stunden dauern. Trage dann gegebenenfalls eine zweite Schicht auf, um die Stabilität zu erhöhen und ein gleichmäßiges Erscheinungsbild zu erzielen.

4. Farbgestaltung für natürliches Aussehen

Die farbliche Gestaltung verleiht deiner Terrarium Rückwand den letzten Schliff. Verwende ungiftige Acrylfarben in Erdtönen wie Braun, Ocker, Grau oder Grün und trage sie mit einem Schwamm oder Pinsel auf. Durch leichtes Tupfen entstehen natürliche Farbübergänge. Beginne mit einer dunkleren Grundfarbe und arbeite dich zu helleren Akzenten vor, die du vor allem auf erhöhten Stellen aufträgst, um Tiefe zu erzeugen.

Eine besonders realistische Wirkung erzielst du durch die sogenannte Trockenpinsel-Technik: Nimm nur wenig Farbe auf einen trockenen Pinsel und streiche damit leicht über die erhöhten Stellen der Rückwand. So werden die Strukturen betont und es entsteht eine natürliche Tiefenwirkung.

Lass die Farben vollständig trocknen, bevor du fortfährst. Je nach verwendeter Farbe kann dies weitere 24 Stunden in Anspruch nehmen.

5. Versiegelung und Installation

Um die Rückwand vor Feuchtigkeit zu schützen und eine leicht zu reinigende Oberfläche zu schaffen, ist eine abschließende Versiegelung sinnvoll. Hierfür eignet sich spezieller ungiftiger Epoxidharz oder Aquariumversiegelung. Trage das Mittel dünn auf und achte darauf, dass alle Bereiche abgedeckt sind. Diese Schicht schützt nicht nur vor Feuchtigkeit, sondern verhindert auch, dass sich Bakterien oder Schimmel in der porösen Oberfläche ansiedeln.

Nach vollständiger Trocknung und Aushärtung aller Materialien (plane hierfür mindestens 3-4 Tage ein) kannst du die Rückwand im Terrarium installieren. Befestige sie mit Aquariensilikon an der Rückwand des Terrariums und fixiere sie während der Trocknungszeit mit Klebeband oder Stützen. Achte darauf, dass die Rückwand vollflächig anliegt und keine Spalten entstehen, in denen sich Futtertiere verstecken könnten.

Spezielle Elemente für deine Terrarium Rückwand

Um deine Terrarium Rückwand noch funktionaler zu gestalten, kannst du verschiedene Elemente integrieren, die den natürlichen Lebensraum deiner Reptilien bereichern und gleichzeitig praktische Vorteile bieten. In unserem Artikel Artgerechte Lebensräume perfekt gestalten findest du weitere Anregungen für eine naturgetreue Terrarieneinrichtung.

Integrierte Verstecke und Höhlen

Reptilien benötigen sichere Rückzugsorte, an denen sie sich verstecken können. Plane daher Höhlen und Nischen in deine Rückwand ein. Diese kannst du bereits beim Formen des Styropors anlegen, indem du entsprechende Aussparungen schaffst. Besonders wichtig sind solche Verstecke für nachtaktive Arten wie Leopardgeckos, die tagsüber Rückzugsmöglichkeiten suchen.

Achte darauf, dass die Höhlen groß genug sind, damit deine Tiere bequem hineinpassen, aber nicht zu geräumig, um ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln. Die Eingänge sollten leicht zugänglich sein, aber nicht zu exponiert, damit sich die Tiere auch wirklich geschützt fühlen.

Pflanzennischen für mehr Natürlichkeit

Eine begrünte Rückwand sieht nicht nur beeindruckend aus, sondern verbessert auch das Raumklima im Terrarium. Integriere daher Nischen oder Taschen, in die später Pflanzen eingesetzt werden können. Für feuchte Terrarien eignen sich echte Pflanzen wie kleine Farne oder Bromelien, während in trockeneren Umgebungen eher Kunstpflanzen zum Einsatz kommen sollten.

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Die Pflanzennischen können durch eingelassene kleine Töpfe oder durch großzügigere Aussparungen geschaffen werden. Bei Verwendung echter Pflanzen solltest du eine Drainage-Schicht aus Blähton einplanen, um Staunässe zu vermeiden.

Wartung und Pflege deiner selbstgebauten Rückwand

Eine gut gebaute Terrarium Rückwand ist langlebig und pflegeleicht. Dennoch gibt es einige Punkte, die du beachten solltest, um die Freude an deinem Kunstwerk lange zu erhalten:

Reinige die Rückwand regelmäßig von Kot und anderen Verunreinigungen. Bei einer versiegelten Oberfläche genügt meist ein feuchtes Tuch. Vermeide aggressive Reinigungsmittel, die für deine Reptilien schädlich sein könnten. Bei stärkeren Verschmutzungen kannst du eine verdünnte Lösung aus Essig und Wasser verwenden.

Kontrolliere die Rückwand regelmäßig auf Beschädigungen, besonders wenn du grabende oder nagende Arten hältst. Kleine Defekte können mit etwas Silikon und der ursprünglichen Beschichtungsmasse ausgebessert werden. Bei größeren Schäden solltest du überlegen, die betroffenen Bereiche neu zu gestalten.

Mit dem passenden Bodengrund für glückliche Reptilien und einer durchdachten Rückwandgestaltung schaffst du optimale Bedingungen für deine Terrarienbewohner.

Fazit: Deine perfekte Terrarium Rückwand

Eine selbst gestaltete Terrarium Rückwand ist weit mehr als eine dekorative Kulisse – sie verwandelt ein gewöhnliches Glasbecken in einen lebendigen Ausschnitt aus dem natürlichen Lebensraum deiner Reptilien. Mit etwas Kreativität, den richtigen Materialien und dieser Anleitung kannst du ein einzigartiges Habitat schaffen, das sowohl optisch beeindruckt als auch perfekt auf die Bedürfnisse deiner Tiere abgestimmt ist.

Die Mühe lohnt sich mehrfach: Deine Reptilien profitieren von einem artgerechten Umfeld mit Kletter- und Versteckmöglichkeiten, während du dich an einem optischen Highlight erfreuen kannst, das jedem Betrachter ins Auge fällt. Nicht zuletzt bietet die Gestaltung einer eigenen Rückwand auch einen wirtschaftlichen Vorteil gegenüber teuren Fertigprodukten.

Gib deiner Kreativität freien Lauf und erschaffe einen Lebensraum, der sowohl deinen ästhetischen Vorstellungen entspricht als auch das Wohlbefinden deiner Reptilien fördert. Eine gut durchdachte Terrarium Rückwand ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Terrarium-Setup, in dem sich Mensch und Tier gleichermaßen wohlfühlen.

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