Eigene Futtertierzucht leicht gemacht
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Heimchenzucht für Reptilien

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Die regelmäßige Versorgung von Reptilien mit qualitativ hochwertigem Lebendfutter ist eine der Hauptaufgaben für jeden Terrarienbesitzer. Heimchen gehören zu den beliebtesten Futtertieren für verschiedenste Reptilienarten wie Bartagamen, Geckos oder Chamäleons. Die eigenständige Zucht dieser nahrhaften Insekten bietet nicht nur finanzielle Vorteile, sondern garantiert auch eine konstante Verfügbarkeit von frischem, nährstoffreichem Futter. In diesem ausführlichen Leitfaden erfahren Sie alles Wichtige über die erfolgreiche Heimchenzucht für Ihre Reptilien.

Warum sich die eigene Heimchenzucht lohnt

Viele Terrarienbesitzer kaufen regelmäßig Futtertiere im Zoofachhandel oder online. Doch die eigene Heimchenzucht bietet zahlreiche Vorteile:

Die Kostenersparnis ist beträchtlich, besonders wenn Sie mehrere Reptilien versorgen müssen. Während ein Päckchen mit etwa 50 Heimchen im Handel schnell 5-8 Euro kosten kann, produziert eine gut eingerichtete Heimchenzucht hunderte Tiere für einen Bruchteil dieses Preises. Zudem haben selbstgezüchtete Heimchen in der Regel eine höhere Nährwertqualität, da Sie die vollständige Kontrolle über deren Ernährung haben.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die durchgängige Verfügbarkeit. Nie wieder stressige Fahrten zum Zoofachhandel oder Lieferengpässe bei Online-Bestellungen. Ihre Reptilien erhalten stets frisches Futter in der benötigten Größe. Die selbst gezüchteten Heimchen sind zudem frei von Pestiziden und anderen Schadstoffen, die in kommerziell gezüchteten Insekten vorkommen können.

Grundausstattung für die erfolgreiche Heimchenzucht

Für den Start benötigen Sie eine angemessene Grundausstattung. Zentral ist dabei die Heimchen Zuchtbox. Diese sollte ausreichend groß sein, idealerweise mindestens 40 x 30 x 30 cm für eine mittlere Zucht. Transparente Kunststoffbehälter sind besonders praktisch, da sie leicht zu reinigen sind und eine gute Beobachtung ermöglichen.

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Die Box sollte einen sicheren, gut belüfteten Deckel haben, damit die Heimchen nicht entkommen können. Schneiden Sie große Öffnungen in den Deckel und verschließen Sie diese mit feinmaschiger Gaze. Dies gewährleistet eine gute Luftzirkulation und verhindert das Entweichen der Tiere.

Zur Grundausstattung gehören außerdem:

  • Eierpappen oder Eierschachteln als Versteck- und Klettermöglichkeiten
  • Flache Schälchen für Futter und Wasser
  • Feiner Sand oder Vermiculit als Eiablagesubstrat
  • Eine kleine Terrarium Heizmatte für die optimale Temperatur
  • Thermometer und Hygrometer zur Überwachung der Bedingungen

Die Gesamtkosten für diese Grundausstattung betragen etwa 50-70 Euro – eine Investition, die sich bereits nach wenigen Monaten amortisiert.

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Optimale Bedingungen für die Heimchenzucht schaffen

Heimchen (Acheta domesticus) haben spezifische Anforderungen an ihre Umgebung. Die ideale Temperatur liegt zwischen 28-32°C, was mit einer Heizmatte unter einem Teil der Box leicht erreicht werden kann. Erstellen Sie einen Temperaturgradienten, damit die Heimchen je nach Bedarf wärmere oder kühlere Bereiche aufsuchen können.

Die Luftfeuchtigkeit sollte moderat sein – etwa 50-60%. Zu hohe Feuchtigkeit führt zu Schimmelbildung und Krankheiten, zu niedrige erschwert die erfolgreiche Entwicklung der Eier. Achten Sie auf eine gute Balance und überprüfen Sie die Werte regelmäßig mit einem Hygrometer.

Eine wichtige Komponente für die Eiablage ist ein spezielles Substrat. Füllen Sie eine flache Schale (etwa 5 cm tief) mit leicht angefeuchtetem, nicht nassem Vermiculit oder feinem Sand. Diese Schale wird in den wärmeren Bereich der Zuchtbox platziert und dient den Weibchen als Eiablageort. Wechseln Sie dieses Substrat alle 7-10 Tage, um die Eier zu sammeln und in separate Aufzuchtbehälter zu überführen.

In unserem Artikel Frisches Protein für Ihre Reptilien finden Sie weitere wertvolle Informationen zur Nährstoffversorgung Ihrer Terrarientiere durch verschiedene Futterinsekten.

Ernährung und Pflege der Zuchtkolonie

Die Qualität Ihrer Futtertiere hängt maßgeblich von deren eigener Ernährung ab. Heimchen benötigen eine ausgewogene Kost, um nährstoffreich für Ihre Reptilien zu sein. Bieten Sie ihnen eine Mischung aus:

Grundnahrung: Hochwertiges Heimchen Futter oder Trockenfutter für Hühner, gemischt mit Haferflocken und Kleie. Diese Mischung sollte ständig verfügbar sein und bildet die Basis der Ernährung.

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Frisches Obst und Gemüse sind essenziell für die Flüssigkeits- und Vitaminversorgung. Besonders geeignet sind Karotten, Zucchini, Äpfel und Salat. Schneiden Sie diese in kleine Stücke und entfernen Sie nicht verzehrte Reste nach spätestens 24 Stunden, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Für die Proteinversorgung eignen sich hartgekochte Eier oder spezielle Eiweißzusätze für Insekten. Diese sind besonders wichtig für heranwachsende Heimchen und zur Förderung der Reproduktion.

Die Wasserversorgung stellt eine Herausforderung dar, da Heimchen leicht ertrinken können. Verwenden Sie flache Schälchen mit Schwämmchen oder Watte, die Wasser speichern, oder spezielle Insekten Tränken. Alternativ decken die Tiere einen großen Teil ihres Flüssigkeitsbedarfs über frisches Gemüse.

Der Zuchtzyklus: Von der Paarung bis zum ausgewachsenen Heimchen

Der Lebenszyklus von Heimchen umfasst mehrere Stadien und dauert je nach Temperatur und Bedingungen etwa 6-8 Wochen. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier im Eiablagesubstrat ab. Ein einzelnes Weibchen kann bis zu 300 Eier produzieren! Die Eier benötigen etwa 8-14 Tage zur Entwicklung.

Die frisch geschlüpften Nymphen sind winzig und ähneln bereits den erwachsenen Tieren, haben jedoch keine Flügel. Sie durchlaufen mehrere Häutungen, bevor sie ihre endgültige Größe erreichen. Die Nymphen sollten separat von den adulten Tieren aufgezogen werden, da es sonst zu Kannibalismus kommen kann.

Für eine kontinuierliche Produktion empfiehlt es sich, mehrere Zuchtboxen in verschiedenen Entwicklungsstadien zu führen. So haben Sie stets Futtertiere in der gewünschten Größe verfügbar – von kleinen Nymphen für Jungechsen bis hin zu ausgewachsenen Heimchen für größere Reptilien.

Herausforderungen und Lösungen bei der Heimchenzucht

Trotz ihrer relativen Anspruchslosigkeit kann die Heimchenzucht einige Herausforderungen mit sich bringen. Ein häufiges Problem ist der charakteristische Geruch, den die Kolonie entwickeln kann. Regelmäßige Reinigung und gute Belüftung sind hier entscheidend. Entfernen Sie Kot und Futterreste alle 2-3 Tage und wechseln Sie das komplette Substrat alle 2-3 Wochen.

Krankheiten und Parasiten können eine ganze Kolonie dezimieren. Achten Sie auf Anzeichen wie untypisches Verhalten, verminderte Aktivität oder Verfärbungen. Befallene Tiere sollten sofort entfernt werden. Präventiv wirkt vor allem Hygiene und die Vermeidung von Überbevölkerung.

Die Geräuschkulisse männlicher Heimchen kann störend sein. Platzieren Sie die Zuchtboxen daher in Räumen, wo das Zirpen nicht stört, oder fokussieren Sie sich auf die Aufzucht junger Heimchen, die noch leise sind.

Richtige Verfütterung der gezüchteten Heimchen

Bevor Sie die selbstgezüchteten Heimchen verfüttern, sollten diese optimal vorbereitet werden. Das sogenannte „Gutloading“ ist dabei besonders wichtig – hierbei werden die Futtertiere 24-48 Stunden vor der Verfütterung mit besonders nährstoffreichen Futtermitteln versorgt. Dies erhöht ihren Nährwert für Ihre Reptilien erheblich.

Für das Gutloading eignen sich speziell dafür entwickelte Produkte oder nährstoffreiche Gemüsesorten wie Karotten, Süßkartoffeln und Grünkohl. Zusätzlich können die Heimchen mit Calcium bestäubt werden, um den Kalziumbedarf der Reptilien zu decken.

Achten Sie darauf, nur so viele Heimchen zu verfüttern, wie Ihre Reptilien in 10-15 Minuten fressen können. Überschüssige Futtertiere sollten aus dem Terrarium entfernt werden, da sie sonst die Reptilien – besonders während der Nacht oder in Ruhephasen – belästigen oder sogar verletzen können.

Wertvolle Ergänzungen zur Heimchenzucht und weitere Zuchtsysteme finden Sie in unserem Artikel Eigene Protein-Zucht für Reptilienfreunde.

Fazit: Lohnt sich die eigene Heimchenzucht?

Die Heimchenzucht ist für engagierte Reptilienhalter mit mehreren Tieren definitiv lohnenswert. Nach einer kurzen Einarbeitungszeit und der initialen Investition in die Grundausstattung entwickelt sich ein selbsterhaltendes System, das kontinuierlich frisches, nährstoffreiches Futter für Ihre Reptilien produziert.

Besonders für Halter von insektenfressenden Arten wie Bartagamen, verschiedenen Geckos oder Chamäleons bietet die eigene Zucht erhebliche Vorteile. Sie sparen langfristig Kosten, haben stets die passende Futtergröße zur Hand und können die Qualität der Nahrung für Ihre Reptilien selbst kontrollieren.

Die Heimchenzucht ist ein faszinierendes Hobby innerhalb des Hobbys und gibt einen tieferen Einblick in die Nahrungskette Ihrer Reptilien. Mit etwas Übung und Engagement werden Sie bald Ihre eigene erfolgreiche Heimchenkolonie etablieren und Ihren Terrarientieren optimales Futter bieten können.

+ Welche Grundausstattung benötige ich für den Start einer Heimchenzucht?
+ Wie füttere ich meine Heimchenzucht richtig?
+ Was ist Gutloading und wie bereite ich Heimchen optimal vor der Verfütterung vor?
+ Welche Temperatur und Luftfeuchtigkeit brauchen Heimchen für erfolgreiche Zucht?
+ Wie lange dauert es, bis aus Heimchen-Eiern ausgewachsene Futtertiere werden?
+ Wie verhindere ich unangenehme Gerüche bei der Heimchenzucht?
+ Welche Reptilienarten kann ich mit selbstgezüchteten Heimchen füttern?
+ Lohnt sich eine Heimchenzucht finanziell wirklich?
+ Was mache ich wenn meine Heimchenzucht nicht richtig funktioniert?
+ Kann ich mehrere Generationen Heimchen aus derselben Zucht verwenden oder brauche ich neue Tiere?

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